Donnerstag, 20. April 2017

Aktueller MIST

... weitere unschöne Details über mich ... ;-)
Als wäre nicht alles so schon beschissen genug, endete das Jahr 2016 beschissen und das Jahr 2017 begann beschissen.
Mitte 2016 baute ich gesundheitlich immer mehr ab, war nicht mehr belastbar, die kleinsten einfachsten Dinge fielen mir immer schwerer. Ich bekam Atemnot bei jeder Bewegung, bei jedem Schritt ... es war, als hielt mir jemand den Hals zu und drückt meinen Brustkorb zusammen. Auf den frühesten Termin bei irgendeinem Lungenfacharzt mußte ich 4 1/2 Monate warten, trotz Beschreibung wie es mir geht.
Der erste mögliche Termin war dann am 21.12.2016 ... Lungenfunktionstest nicht so gut, Medikamente zum inhalieren und Notfallspray ... ich wünsche Ihnen schöne Feiertage Frau G, nächster Termin Mai 2017 !

Solange brauchte ich nicht ... zum Jahreswechsel ging´s mir immer schlechter, ich bekam eine Einweisung für´s Krankenhaus und da landete ich dann am 09.01.2017 ... 24-Stunden Sauerstoffversorgung, allgemeine Untersuchungen, 
Diagnose COPD 4 mit Lungenemphysem ... http://www.leichter-atmen.de/copd-4

Am Entlassungstag traf ich mit Krankentransport zu Hause ein, gleichzeitig eine Firma mit Sauerstoffversorgung bestellt vom Krankenhaus. Neues Möbelstück ein großer Sauerstofftank, dazu ein Mobilteil, ein paar Erklärungen dazu (man ist ja nicht doof und kommt irgendwie schon klar mit dem Mist) ... Willkommen zuhause Uli.

Zuhause – verbunden mit 15 Metern Schlauch am Sauerstoffgerät, Reichweite bis WC, Wohnzimmer, Küche, Bett, Haustür, Balkon. War´s das jetzt? Wie geht es weiter? Tag und Nacht Schlauch in der Nase? Nur noch zuhause sitzen? Nööööö, mit dem Mobilteil kann man 3-4 Stunden außer Haus verbringen! Toll … 3 – 4 Stunden, was man da alles anstellen kann, irre.
Mobilteil am Haupttank füllen, ½ Stunde ruhen lassen, dann kann man das Teil benutzen und los.
Überlegen, wo muß oder will ich hin … 
wie lange brauche ich bis dahin … 
Rückweg einkalkulieren, 
ok 2-3 Stunden die Sau rauslassen, oder beim Arzt sitzen, oder einkaufen, oder, oder, oder … 
dann aber wieder ab auf die Couch! 
Ist ja nicht so, als könntest Du machen was Du willst liebe ULI, das wäre ja noch schöner!

Februar, der 06.02.2017 … Uli wieder im Krankenhaus, Intensivstation, es bestand akute Lebensgefahr. Gefangen im Bett am Beatmungsgerät. Wieso auch nicht?
Dann normale Station, ständige Tests und Untersuchungen, neue Einstellung der Medikamente, es ging wieder besser … ab nach Hause.

- REPLAY -
Zuhause – verbunden mit 15 Metern Schlauch am Sauerstoffgerät, Reichweite
bis WC, Wohnzimmer, Küche, Bett, Haustür, Balkon. War´s das jetzt? Wie geht es weiter? Tag und Nacht Schlauch in der Nase? Nur noch zuhause sitzen? Nööööö, mit dem Mobilteil kann man 3-4 Stunden außer Haus verbringen! Toll … 3 – 4 Stunden, was man da alles anstellen kann, irre.
Mobilteil am Haupttank füllen, ½ Stunde ruhen lassen, dann kann man das Teil benutzen und los.
Überlegen, wo muß oder will ich hin … 
wie lange brauche ich bis dahin … 
Rückweg einkalkulieren, 
ok 2-3 Stunden die Sau rauslassen, oder beim Arzt sitzen, oder einkaufen, oder, oder, oder … 
dann aber wieder ab auf die Couch! Ist ja nicht so, als könntest Du machen was Du willst liebe ULI, das wäre ja noch schöner!

Im März war ich nicht im Krankenhaus "Yeahhhhhhh". 
Ende April geht’s mir mit Sauerstoff wieder so beschissen wie vorher ohne, baue wieder ab … abwarten,
Tasche steht immer gepackt bereit … hoffen es kommt anders … abwarten.

Rundherum läuft auch alles quer … Verschlimmerungsantrag beim Versorgungsamt auf Schwerbehindertenausweis seit Januar tut sich nichts.

Antrag auf Hilfe bei der Krankenkasse für Einkauf und Haushalt wurde nach Besuch des Medizinischen Dienstes abgelehnt, die ULI ist anscheinend doch noch fit wie ein Turnschuh.


Ehrlich, wenn man dann sieht, welche Leute manchmal Pflegestufen haben, könnte man kotzen! 
Meine Gedanken drehen sich hierbei nicht um Leute, die wirklich krank sind, sondern um Leute die anderen etwas vormachen, die aber alles ohne Probleme können ... feiern, tanzen, darten, kegeln … 
ja, auch schwerbehindert sind sie, manchmal sogar 100% und haben ein  a.G. im Ausweis (bekommt heute nur jemand der beidseitig beinamputiert ist) bekommen einen eigenen Parkplatz. Rollator steht aber im Keller, der stört ja nur beim kegeln und darten usw. 
Und weil früher jeder Furz Hilfe bekommen hat, werden dann Gesetze geändert und Leute die heute krank werden bekommen nichts, auch keine Hilfe … Leute das Leben ist doch wirklich schön !!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen